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Neuigkeiten aus den Fachverbänden:

 

JUDO

 

Deutsche Judomeisterschaften am 25./26. Juni 2022 in SCHARRena Stuttgart

 

pdf-4969 Ergebnisse (189.25 KB)

 

 

TISCHTENNIS

 

Para-Tischtennis: Wahl des Verbands Deutscher Tischtennis Trainer
Volker Ziegler als Trainer des Jahres 2021 geehrt

Bereits Ende letzten Jahres gab der Verband Deutscher Tischtennis Trainer bekannt, dass Volker Ziegler zum Tischtennis-Trainer des Jahres 2021 gewählt wurde.

Der Bundestrainer des Deutschen Behindertensportverbands ist der erste Trainer aus dem Para Tischtennis, der diese Auszeichnung erhält. Überraschend deutlich hatte sich der 56-Jährige mit den Erfolgen seiner Spieler*innen bei den Paralympics in Tokio vor Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren Deutscher Tischtennis-Bund), Danny Heister (Cheftrainer Borussia Düsseldorf) und Lara Broich (Bundestrainerin Schülerinnen Deutscher Tischtennis-Bund) durchgesetzt.

Nun wurde Ziegler im Rahmen der Nationalen Deutschen Einzelmeisterschaften in Saarbrücken geehrt. Durchgeführt wurde die Ehrung von Gert Zender, dem Präsidenten des Verbands Deutscher Tischtennis Trainer, dem Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bunds Richard Prause sowie Roland Berg, der Ziegler als Geschäftsführer von TIBHAR einen Scheck über 1.000 Euro überreichte.

„Über die Auszeichnung, die ich als Auszeichnung für das ganze Team sehe, freue ich mich sehr“, freut sich Ziegler. „Ich hoffe, dass Para Tischtennis in der Öffentlichkeit dadurch noch mehr wahrgenommen wird und weitere Spielerinnen und Spieler mit kleinen und großen Handicaps zum Behindertensport finden – und vielleicht die Paralympics Sieger von morgen werden.“

Einen Spieler hat Ziegler in Tokio schon zum Paralympics-Sieg gecoacht: Valentin Baus krönte sich in einem spektakulären Finale gegen den Chinesen Cao Ningning zum paralympischen Champion der Wettkampfklasse 5. Insbesondere diese Goldmedaille, aber auch die Silbermedaillen von Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle/Thomas Schmidberger sowie die Bronzemedaillen von Stephanie Grebe und Thomas Rau/Björn Schnake, veranlassten die Jury den Diplom-Sportwissenschaftler auszuzeichnen.

 

Prara-Tischtennis: Montenegro Para Championships 2022

Kleines deutsches Team räumt 13 Medaillen ab

Bei den Montenegro Para Championships standen die sechs deutschen Starter*innen ganze zwölf Mal auf dem Podium. Gold sicherte sich Thomas Brüchle im Einzel, ebenso wie Stephanie Grebe, im Mixed-Wettbewerb triumphierten Juliane Wolf/Thomas Rau. Eine weitere Goldmedaille holte Rau im Doppel mit Bobi Simion aus Rumänien. Dreimal Silber nimmt Sandra Mikolaschek mit nach Hause: Sowohl im Einzel, als auch im Mixed mit Thomas Brüchle und im Doppel mit der Kroatin Andela Muzinic unterlag sie erst im Finale. Ebenfalls Silber holte Wolf im Einzel, sowie mit Grebe im Doppel-Wettbewerb. Komplettiert wird die deutsche Ausbeute durch Bronze von Jan Gürtler und Thomas Rau im Einzel, sowie dritte Plätze durch Brüchle/Gürtler im Doppel und Grebe/Haris Eminovic (BIH) im Mixed.

In der Wettkampfklasse (WK) 3 spielte Thomas Brüchle souverän auf. Mit Siegen gegen Mladen Ciric (SRB) und Primoz Kancler (SLO) zog er souverän in die K.O.-Runde ein und durfte sich über ein Freilos im Viertelfinale freuen. Im Halbfinale traf er dann auf seinen Doppelpartner Jan Gürtler, der sich zuvor im Viertelfinale mit 3:1 gegen den Spanier Roberto Rodriguez durchgesetzt hatte. Das Duell der Mannschaftskollegen entschied Brüchle klar für sich und zog ins Finale ein. Dort gab es ein Wiedersehen mit Ciric, der Brüchle im Gegensatz zur ersten Begegnung dieses Mal auch keinen Satz mehr abnehmen konnte.
Im Doppel gewannen Brüchle/Gürtler ebenfalls ihre Gruppenspiele und hatten daraufhin ein Freilos im Viertelfinale. Hier wurden sie allerdings im Halbfinale von Civic und seinem Partner Mitar Palikuca gestoppt.

Auch Stephanie Grebe fuhr in Montenegros Hauptstadt Podgorica ihren ersten Turniersieg in 2022 ein. Im Modus Jede-gegen-Jede wurde die WK 6 der Damen ausgespielt und Grebe gewann die Konkurrenz mit blütenweißer Weste: Weder Barbara Jablonska (POL), noch Milijana Cirkovic (MNE) oder Eivini Drakonaki (GRE) konnten der deutschen Weltranglistenvierten einen Satz abnehmen. Im Doppel ging sie mit Juliane Wolf in der kombinierten Klasse WD 14-20 an den Tisch, und war auch dort erfolgreich: Am Ende standen drei Siege und nur eine Niederlage gegen das norwegische Duo Aida Dahlen/Nora Korneliussen und somit die Silbermedaille zu Buche. Ihren Medaillensatz komplett machte Grebe im Mixed der Klasse XD14 gemeinsam mit dem Bosnier Haris Eminovic. Das internationale Mixed setzte sich in der Gruppe ohne Satzverlust durch, musste sich aber im Halbfinale gegen die Polen Piotr Manturz/Magdalena Sutkowska Pawlasek in fünf Sätzen geschlagen geben.

Die Goldmedaille in dieser Konkurrenz ging aber dennoch nach Deutschland: Juliane Wolf und Thomas Rau gewannen ihre Gruppe ebenso und schalteten im Halbfinale das zweite polnische Team Michal Deigsler/Barbara Jablonska mit 3:1 aus. Im Finale hatten sie mit Manturz/Sutkowska Pawlasek wenig Probleme und gewannen das Match klar.

Auch im Doppelwettbewerb MD 14 spielte sich Thomas Rau mit seinem Partner Bobi Simion aus Rumänien auf das oberste Treppchen. Als Gruppensieger zog das internationale Duo ins Viertelfinale ein, wo Rau/Simion sich mit 3:1 gegen Michal Deigsler/Piotr Manturz (POL) durchsetzten. Im Halbfinale bereiteten ihnen Luka Trtnik (SLO) und Ben Despineux (BEL) erheblich mehr Schwierigkeiten, doch Rau/Simion entschieden das umkämpfte Match im fünften Satz mit 11:9 für sich. Mit einem klaren Finalsieg gegen Daniel Horut/Zbynek Lambert (CZE) machten sie ihren Erfolg schließlich perfekt.
Im Einzel der WK 6 unterlag Rau nach einer starken Gruppenphase und einem 3:1 Sieg im Viertelfinale gegen Manturz (POL) im Halbfinale schließlich dem spanischen Weltranglistenzweiten Alvaro Valera mit 1:3 und gewann somit Bronze.

Juliane Wolf trat im Einzel in der kombinierten WK 7-9 an. In der Gruppe traf sie mit Mirjana Lucic (CRO) auf eine Spielerin der WK 9, gegen die sie sich aber mit 3:1 durchsetzte. Auch gegen die Norwegerin Korneliussen und die Spanierin Pilar Gonzalez (beide WK7) gewann Wolf und zog als Gruppenerste ins Semifinale ein. Hier schlug sie die Britin Grace Williams (WK8) in vier Sätzen. Im Finale musste sie sich ihrer Dauerrivalin aus der WK 8 Dahlen (NOR) dieses Mal allerdings klar geschlagen geben.

Silber war die Farbe des Turniers für Sandra Mikolaschek. Im Einzel der kombinierten WK 4-5 zeigte sie eine starke Vorstellung, gewann ihre Vierergruppe ohne einen Durchgang abzugeben und auch im Halbfinale gegen Caroline Tabib (ISR) blieb ihre Weste weiß. Im Finale traf sie auf Borislava Peric-Rankovic (SRB) – eine Ansetzung, die immer spannende Matches verspricht. Auch in Montenegro entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, das die Weltranglistenzweite aus Serbien dieses Mal für sich entschied.
Im Doppelwettbewerb tat sich Mikolaschek mit der Kroatin Andela Muzinic zusammen. In einer Fünfergruppe spielte jede Paarung gegen jede, Mikolaschek/Muzinic gewannen drei Spiele glatt, gegen Peric-Rankovic/Matic (SRB) mussten sie sich wiederum mit 0:3 geschlagen geben. Das dritte Silber gewann Mikolaschek zusammen mit Thomas Brüchle in der kombinierten Mixed-Klasse XD4-10. Hier mussten sie in der Gruppenphase einen einzigen Satzverlust gegen das serbische Duo Palikuca/Prvulovic hinnehmen und hatten daraufhin im Viertelfinale ein Freilos. Im Halbfinale wartete das nächste serbische Doppel mit Goran Perlic/Nada Matic – auch dieses Spiel gewannen Mikolaschek/Brüchle in vier Sätzen. Im Finale traf das deutsche Duo auf Mikolascheks Doppelpartnerin Andela Muzinic mit ihrem Partner Tomislav Spalj (CRO). Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für die Kroaten im entscheidenden Durchgang.

Bundestrainer Volker Ziegler war mit dem Auftritt seiner Mannschaft voll und ganz zufrieden: „Beim ersten Weltranglistenturnier in Montenegro gelang uns in einem gut besetzten Feld ein absolutes Novum: Alle sechs deutschen Athlet*innen errangen in allen Konkurrenzen, in denen sie an den Start gingen, Medaillen - insgesamt 4x Gold, 5x Silber und 4x Bronze“, freute sich Ziegler. „Obwohl es auch ein Turnier mit Testcharakter für unseren Doppel- und Mixedpaarungen war, stimmen mich die gezeigten Leistungen für den weiteren Saisonverlauf sehr optimistisch."

 

Para-Tischtennis: Copa Cristina Hofmann


Zweimal Silber zum Karriereende

Jochen Wollmert hat seine großartige internationale Karriere mit zwei Silbermedaillen beendet. Beim Copa Cristina Hofmann in Cancun (Mexico) musste sich der Wuppertaler sowohl im Einzel als auch im Doppel erst im Finale geschlagen geben.

Interessanterweise entschied sich Wollmert, bei seinem Abschiedsturnier mit komplett neuem Material zu starten. Nachdem er Holz und Beläge seines Ausrüsters Tibhar kurz getestet hatte und das Gefühl stimmte, kam der neue Schläger gleich im Wettkampf zum Einsatz. Das Experiment glückte: Im Einzelwettbewerb der Wettkampfklasse 7 gewann er seine drei Gruppenspiele alle klar in drei Sätzen. Nach einem Freilos im Viertelfinale forderte ihn erst sein Halbfinalgegner Jose Vargas Pirajan aus Kolumbien richtig. Wie bereits im Achtelfinale der Slovenian Open ging die Begegnung über fünf Sätze – Dieses Mal setzte sich Wollmert mit 11:5 und 11:6 in den letzten beiden Durchgängen am Ende doch klar durch. Im Finale unterlag er allerdings dem topgesetzten Niederländer Jean-Paul Montanus in drei Sätzen.

Im Doppel tat sich Wollmert mit dem Weltranglistendritten Montanus zusammen und trat in der Klasse MD14 an. Hier wurde in einer Fünfergruppe um den Sieg gespielt und das europäische Duo hatte durchaus Ambitionen. Nach Erfolgen gegen Mojtahed/Weber (USA), Altshuler/Morrison (USA/CAN) und Perez Sanchez/Flores Cardenas (MEX) verloren sie jedoch im letzten Match klar gegen die Thailänder Thainiyom/Wangphonphathanasiri und gewannen die Silbermedaille.

Somit fügte der 57-jährige Wollmert seinen mehr als 150 internationalen Medaillen bei seinem vorerst letzten Auftritt auf der Weltbühne nochmals zwei hinzu.  „32 Jahre durfte ich Teil der Para Tischtennis-Nationalmannschaft sein. Nun im 33. Internationalen Jahr war es mir noch einmal vergönnt, an zwei fantastischen Weltranglistenturnieren teilzuhaben“, freut sich die deutsche Para Tischtennis-Legende. „Ich werde sicherlich noch das ein oder andere Turnier spielen, weil es einfach schön ist, so viele Freunde zu treffen. Dies alles war aber auch nur durch die grenzenlose Unterstützung meiner lieben Frau Steffi möglich. Wenn die eigenen Kinder mitfiebern, wenn Papa um Erfolge kämpft, ist das ein unglaubliches Gefühl. Ich sage Danke und erst einmal Goodbye.“

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